Unsere Reiseroute durch Vietnam
Hanoi - Sapa - Ha Long Bay - Ninh Binh - Hue - Vin Hoa Halbinsel - Hanoi
Vietnam bietet durch seine enorme Ausdehnung von über 1.600 km, seine lange Küstenlinie und die verschiedenen Höhenlagen jede Menge Möglichkeiten zum Trekking, beeindruckende Landschaften und zahlreiche Städte mit Mensch und Kultur.
Für manche Ziele, wie bspw. Sapa oder die malerische Ha Long Bay, bieten sich Komplettpakete inkl. Transport und Programm von zuverlässigen Anbietern an. Neben getyourguide haben wir mit oldquartertravel aus Hanoi sehr gute Erfahrungen gemacht.
Bezüglich Reisezeit und Klima sollte man wissen, dass in den drei Klimazonen Nord-, Süd- und Zentralvietnam unterschiedliche Regen- und Trockenzeiten herrschen. Details dazu findet Ihr bspw. hier oder hier.
Plant eine Zugfahrt durchs Land ein, da Ihr hierbei große Teile Vietnams zu sehen bekommt; siehe dazu unseren Exkurs Zugfahren in Vietnam. Für die täglichen kleineren Fahrten greift Ihr am besten auf die App GRAB zurück: Die asiatische Variante von UBER ist günstig und zuverlässig. Das look&feel entspricht in etwa dem von UBER und auch Essenslieferungen sind inzwischen integriert.
Mobiles Internet ist in Vietnam günstig und gut ausgebaut. Eine prepaid-SIM bekommt man in den Städten oder an den größeren Flughafen an einem der zahlreichen Stände nach dem Sicherheitsbereich. Wir hatten für 120 GB Datenvolumen für 4 Wochen ca.13 Euro bezahlt; eine Investition die unterwegs vieles angenehmer macht.
Kulinarisch ist Vietnam ebenfalls eine klare Empfehlung! Die Vielfalt ist unglaublich und wenn man keine Ideen mehr hat was man essen möchte, geht eine der vielen Nudelsuppen ("Pho") irgendwie immer. Neben einheimischer Küche gibt es auch viel koreanisches; vor allem Hot Pots und BBQ.
Eine Sache die wirklich überrrascht hat ist die ausgeprägte Kaffeekultur. Überall, besonders in Hanoi, gibt es Cafes und geschmacklich sind wir hier auf lateinamerikanischem Level. Besonders lecker ist der "vietnamesische Kaffee", der meist kalt oder warm mit gesüßter Kondensmilch getrunken wird und zahlreiche exotische Varianten hat, wie bspw. der sehr leckere Cocoskaffee.
Zu guter Letzt haben wir zur Orientierung eine Übersicht der Kosten unserer fast 3-wöchigen Reise in 2023 hier zusammengestellt.
Die Hauptstadt Vietnams liegt im Norden des Landes und hat über 8 Mio. Einwohner. Hanoi hat viele sehenswerte Orte; ist aber nicht zuletzt wegen des immensen Verkehrs auch etwas anstrengend.
Ein interessantes und meist zum wohnen für Touris empfohlenes Viertel ist das sog. Old Quarter. Es liegt sehr zentral zu vielen Sehenswürdigkeiten und ist etwa 45 min. vom Flughafen entfernt.
Old Quarter ist geprägt von engen vollen, aber urigen Gassen mit allerlei Geschäften, Märkten, Streetfood, Restaurants und Cafes. Es bietet aber auch jede Menge Kultur mit zahlreiche Tempeln und schicke Rooftop-Bars sowie einigen Seen inmitten des Stadtgebietes, wie der schöne Hoan-Kiem See mit seinem begehbaren Ngoc-Son-Tempel in der Seemitte.
Direkt an diesem See befindet sich der Startpunkt für Hop on Hop off-Busse, an der man für ca. 8 € seinen Hanoiaufenthalt mit einer 1,5 stündigen Rundfahrt durch die Stadt beginnen kann.
Auf keinen Fall kommt man an der berühmten Hanoi Trainstreet vorbei. Der Zug fährt noch immer, wenn auch langsam und selten am Tag, mitten durch den Straßenzug und seine Cafes hindurch; wirklich abenteuerlich! Der Eingang ist nach einem Unfall inzwischen bewacht, aber man kann auf einer Seite noch immer hinein. Der Cafebesuch ist dabei verpflichtend. Ein Bier oder Kaffee in der Trainstreet ist aus unserer Sicht aber ein absolutes Muss in Hanoi:
Beeindruckend ist weiterhin das Ho-Chi-Minh-Mausoleum, nahe dem Old Quarter gelegen:
Das Hauptfortbewegungsmittel der Bewohner in Hanoi ist gefühlt der Motorroller. Hunderte ziehen zu jeder Tageszeit hupend durch die Stadt und auch die engen Gassen des Oldquarter. Vorsicht ist geboten; aber auch Taktik beim Überqueren von Straßen: Das System wirkt hochchaotisch, ist aber eingespielt. Man sollte nicht groß am Straßenrand auf freie Bahn warten (sinnlos!), sondern die Straße ruhig, gleichmäßig und vorsichtig durch den Verkehr hindurch überqueren. Damit gibt man dem Verkehr Gelegenheit, sich auf einen einzustellen und es klappt wunderbar. Zögern oder hektisches Rennen stört das System und wird Dich dagegen eher in Schwierigkeiten bringen.
Sapa liegt im Norden Vietnams nahe der chinesischen Grenze in der Region Lao Cai. Die Region liegt auf bis zu 1600 m Höhe und ist im Vergleich zu Hanoi eher gemäßigt bis zu einer kalten Jahreszeit im Winter mit Schneefall.
Wer wandern möchte, ist in Sapa genau richtig und die Region ist klar auf Trekkingtourismus ausgelegt: Man kann stundenlang durch die wunderschönen Reisterassen wandern oder sogar den höchten Berg der Region, den Fansipan besteigen. Auf letzteren führt aber auch eine Seilbahn ab Sapa-Town.
Unterwegs durchquert man mehr oder weniger touristisch ausgelegte Dörfchen mit Wasserfällen und anderen Sehenswürdigkeiten. In Sapa-Town und Umgebung findet man jede Menge Anbieter für geführte Touren, Hotels und sogar Homestays bei Einheimischen.
Wir hatten die Tour als Komplettpaket beim lokalen Anbieter oldquartertravel gebucht für 2 Nächte / 3 Tage inklusive Transfer mit dem Sleeperbus ab Hanoi (Dauer ca. 7 Stunden).
Die Ha Long Bay ist ein Klassiker und ein Muss einer jeden Vietnamreise. Sie ist geprägt von über 1600 Inseln und Höhlen, verteilt auf ca. 1500 qkm im Chinesischen Meer im Norden Vietnams. Sie zählt wegen ihrer atemberaubenden Landschaft seit 1994 zum UNESCO Weltnaturerbe.
Man sollte die grandiose Landschaft eine Zeit lang auf sich wirken lassen, weshalb kurze Tagesausflüge in die Bay eher nicht zu empfehlen sind. Wir haben eine kleine Kreuzfahrt über 3 Tage durch die Bucht gemacht und konnten damit in jeder Hinsicht tiefer eintauchen.
Exkurs: Wie kann man die Ha Long Bay besichtigen?
Ninh Binh liegt ca. 100 km südwestlich von Hanoi und ist ein weiteres touristisches Highlight. Genau genommen ist es das Gebiet um den kleinen Ort Tam Coc herum. Ninh Binh selbst ist eine größere, und nicht besonders ansehnliche Stadt, weshalb man sein Quartier im kleinen schönen Ort Tam Coc aufschlagen sollte. Man findet dort Restaurants,Bars (auch kuriose wir einem Karaoke-Partybus...), Unterkünfte und viele Verleihstationen für Fahräder und Motorroller.
Die Gegend ist geprägt von wundervollen grünen Landschaften, Bergen, Reisfeldern und Flüssen, die sich durch die Landschaft ziehen. Wegen der ähnlich aussehenden Berge wird Ninh Binh auch als "Trockene Ha Long Bucht" bezeichnet.
Was kann man alles unternehmen in Tam Coc / Ninh Binh?
Muang Hoa Viewpoint auf dem Lying Dragon Mountain
Trang An
Nach 3 schönen Tagen haben in Tam Coc haben wir mit einem kurzen Zwischenstop in Hue, ca. 1000 km südwärts mit der Bahn bis zu unserem Stranddomizil auf Vin Hoa zurückgelegt; die erste Etappe über Nacht. Im zweiten Teil haben wir tagsüber weitere schöne Einblicke ins Land bekommen, weshalb wir Vietnam per Zug klar empfehlen:
Exkurs: Zugfahren in Vietnam
Die Bahn fährt zwar relativ langsam (etwa 8-10 Stunden für 500 km). Allerdings ist das Netz gut ausgebaut und die Züge bieten mit Schlafkabinen guten Komfort, der während der Fahrt eine bequeme Aussicht über große Teile des Landes bietet.
In Hue haben wir mit dem Zug aus Ninh Binh kommend, nur 1 Tag Zwischenstation gemacht. Es hat zudem stark geregnet, weshalb unser Aktionsradius begrenzt war.
Dennoch ist die alte Kaiserstadt in der Landesmitte eine klare Empfehlung, insbesondere für Kulturbegeisterte. Man kann dort zahlreiche Tempel, Paläste und Pagoden aus der Kaiserzeit besichtigen und dazu liegt Hue sehr schön am Parfümfluss (Huong-Giang-Fluss).
Direkt am Fluss liegt im Stadtzentrum zwischen zwei Brücken die Nguyen Dinh Chieu Walkingstreet mit vielen Restaurants und Bars, die besonders abends im Dunkeln eine Attraktion ist.
Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit Hues sind die alten Palastanlagen des Kaisers und die dazugehörige Zitadelle Kinh Than. Sie liegt am Fluss direkt im Zentrum und kostet etwa 10€ Eintritt:
Etwa 4 km davon entfernt, ebenfalls am Fluss haben die sehr schöne Tiehn-Mu-Pagode besichtigt:
Generell läßt sich sagen, dass Vietnam keine klassische Stranddestination ist. Die Suche nach einem schönen Strand gestaltet sich, je nach Anspruch, schwieriger als bspw. in Thailand oder Malaysia: Man findet entweder viele Stadtstrände wie in Nha Trang und Da Nang oder man landet schnell bei der allseits beliebten aber überlaufenen und etwas vermüllten Insel Phu Quoc im Massentourismus.
Auf der Suche nach einem Ort abseits dessen, sind wir in den sozialen Netzwerken auf die Vin Hoa Halbinsel, etwas unterhalb von Quy Nhon, gestossen. Die nächsten Flughäfen bzw. Bahnhöfe sind in Quy Nhon und Tuy Hoa bzw. Dieu Tri etwa 1-1,5 Stunden mit dem Taxi oder GRAB entfernt gut erreichbar. Auf der Halbinsel gibt es kleinere Fischerdörfer mit Restaurants und Bars sowie natürlich ausgedehnte ruhige Strände.
Auf Vin Hoa gibt es einige kleine, aber sehr schöne und moderne Unterkünfte, die teilweise auch von deutschen Auswanderern geleitet werden. Wir hatten in einem dieser sehr schöne Tage direkt am Strand und mit einer niedrigpreisigen Rundumversorgung an Essen, Getränken etc. alles was wir brauchten:
Kosten für unsere Reise nach Vietnam mit dem obigen Programm bei 17 Nächten pro Person bei 2 Personen, Stand 2023: